„PI Innovation ist Impulsgeber, Trendscout und Technologie-Informant“

Luzius Amelung, Geschäftsführer von PI Innovation, ist überzeugt: Innovationen lassen sich nicht planen. Sie brauchen Freiheit, um sich entfalten zu können. Ist eine Innovation als solche erkannt und ihr Entwicklungspotenzial festgestellt, dann wird sie planbar, dann gibt es Prozesse zur Umsetzung. Um beides – Gelegenheit für innovatives Arbeiten sowie die Umsetzung der Ideen – bei PI zu fördern, wurde die PI Innovation GmbH als „externe Stabsstelle Innovation“ ins Leben gerufen.

Was gab den Anstoß zur Gründung von PI Innovation?
Im Zuge der Digitalisierung und der Anforderungen der Industrie 4.0 muss sich PI anders aufstellen. Es müssen agile Prozesse her, ein agiles Management – das bedeutet natürlich ein Umdenken in vielen Aspekten. Es ist wichtig, unser Kerngeschäft zu erhalten, weil wir davon leben. Gleichzeitig müssen wir es in die Zukunft, in die digitale Welt transformieren. Wir müssen den Mut haben, den aktuellen Stand zu hinterfragen und zu verändern. Nur dann sind wir in der Lage, die richtigen Dinge zur richtigen Zeit und vorausschauend zu tun. Die eigentliche Herausforderung im Unternehmen ist also nicht, neue Technologien umzusetzen, sondern eine Kultur zu schaffen und die Grundlagen dafür zu legen, dass Trends erkannt und selbst gesetzt werden. PI Innovation hat diesen großen Auftrag übernommen und wir freuen uns, dazu beizutragen, dass PI auch in Zukunft den gewünschten Erfolg hat.

Was ist Ihre persönliche Motivation als Geschäftsführer und als langjähriges Mitglied der PI Familie?
Ich bin zutiefst überzeugt von PI und von den Menschen, die dahinter stehen. Ich setze mich dafür ein, dass das Unternehmen eine starke Zukunft hat – weil wir bereits alles haben, was es dazu braucht. Das war für mich die Motivation, meine Funktion als Geschäftsführer von PI miCos hinter mir zu lassen und dieses Experiment zu wagen. Eine sehr spannende Aufgabe!

Wie soll eine innovationsfreundliche Kultur bei PI verankert werden?
Dafür sind wir ganz klar auf die Unterstützung der PI Mitarbeiter weltweit angewiesen. Wir hier in Freiburg sind nur ein kleines Rädchen, das Impulse an die PI Gruppe geben und Prozesse oder Werkzeuge vorschlagen wird. Wir prüfen Technologien darauf, ob sie wirksam sind, ob sie aufs Unternehmen passen und stellen diese dem Management vor. Die Durchführung und Implementierung unserer Anregungen hängt allerdings von der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern selbst ab.

Was ist der aktuelle Stand und welche Schritte stehen als Nächstes für PI Innovation an?
Wir haben unsere Tätigkeit im Oktober aufgenommen und seitdem in Interviews und in internen und externen Workshops für PI die Fragen beantwortet: Was bedeutet denn Innovation? Wie gehen wir bei PI Innovationen an? Wie kann unsere Organisation als Schnittstelle zu PI arbeiten? Wie können wir Mitarbeiter einbinden und motivieren, um das Unternehmen nachhaltig innovationsfördernd zu gestalten?
Starten werden wir nun mit dem Standort Karlsruhe – dort wollen wir bestimmte Prozesse integrieren und diese, wenn sie funktionieren, an anderen Standorten umsetzen. PI Karlsruhe darf keine Insel sein, wir wollen ja weltweit vernetzt sein!

Wie sehen konkret Prozesse oder Maßnahmen aus, die Sie jetzt bei PI implementieren wollen?
Zunächst setzen wir unsere Arbeitsebenen in den Niederlassungen um. Wir stellen ein Innovation Board auf, das aus Mitarbeitern besteht, die sich an den Standorten darum kümmern, dass die Innovationskultur bei PI abgebildet werden kann: das Board verwaltet Ideen aus den unterschiedlichsten Quellen und trägt dafür Sorge, dass Entwicklungsprozesse transparent abgebildet und letztendlich auch umgesetzt werden.
Das Controlling erfolgt mithilfe eines Strategieradars, der alle Projekte dokumentiert, die uns aus unserem Netzwerk weltweit erreichen. So bleiben sie wortwörtlich auf dem Radar von der Idee bis zur Produktreife.
Ein weiteres Schlüsselelement unseres Vorhabens sind Innovation LABs: agile Labore für bestimmte Entwicklungen an den jeweiligen Standorten, in denen die Ideen aus dem Strategieradar umgesetzt werden, entkoppelt vom Tagesgeschäft.
Darüber hinaus führen wir Workshops durch, verstärken die Aktivität von PI in wichtigen Netzwerken und organisieren Events wie Hackathons oder Tech Dinners.

Welche Trends sehen Sie für PI?
Im Zuge der Digitalisierung sind das universelle Themen wie Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Digital Factory. Medizintechnik und Kommunikationstechnologie, das sind letztendlich Märkte, in denen wir viele ausbaufähige Trends sehen. Für die PI Gruppe wichtig ist natürlich die Automatisierung, konkret Bereiche wie Machine-to-Machine, vorausschauende Wartung, selbststellende Regler.

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