- Unternehmen - Physik Instrumente (PI) GmbH & Co. KG

High-Tech aus Deutschland bekämpft Corona-Virus

Weltweit forschen Wissenschaftler mit Hochdruck an der Entschlüsselung des Corona-Virus, um Gegenmittel und Impfstoffe zu entwickeln. Dabei kommt auch High-Tech des Mittelständlers Physik Instrumente (PI), aus Karlsruhe zum Einsatz. Mit dieser Hilfe haben amerikanische Wissenschaftler jetzt den Teil des Corona-Virus analysiert, der sich an menschliche Zellen anheftet.

Die Forscher der University of Texas und des National Institute of Health setzen für ihre Untersuchungen ein kryogenes Transmissionselektronenmikroskop ein. Damit können sie Strukturen bis rund 0,5 Nanometer erkennen, 200.000-mal dünner als ein menschliches Haar. „Die Elektronenmikroskope haben aber den Nachteil, dass sie extrem anfällig für Schwingungen sind“, beschreibt Markus Spanner, Geschäftsführer von PI, die Herausforderung. „Selbst die vom Forschungsinstitut 1,6 Kilometer entfernte Autobahn würde mit ihren Schwingungen die Ergebnisse unbrauchbar machen.“ Genau das verhindern Piezoaktoren, die Ingenieure und Physiker von PI in Karlsruhe und im thüringischen Lederhose entwickelt haben. Sie erzeugen Bewegungen, die noch kleiner sind als ein Millionstel Millimeter. Nur mit solchen Aktoren können Hersteller der Elektronenmikroskope aktive Bodenvibrationskompensationssysteme bauen, die für gute Ergebnisse sorgen.

Piezoaktoren wandeln elektrische Energie direkt in mechanische Bewegung um. Sie bestehen aus 0,5 bis 1 mm dicken Scheiben und werden bei Spannungen bis zu 1.000 Volt betrieben. Das PI Tochterunternehmen PI Ceramic gilt als weltweit führend in der Piezotechnologie. „Es ist wunderbar, mit angewandter Physik dazu beizutragen, den Corona-Virus zu bekämpfen“, betont Markus Spanner.

 

Über Physik Instrumente

Physik Instrumente (PI) mit Stammsitz in Karlsruhe ist Markt- und Technologieführer für hoch präzise Positioniertechnik und Piezo-Anwendungen in den Marktsegmenten Halbleiterindustrie, Life Sciences, Photonik und Industrieautomatisierung. In enger Zusammenarbeit mit Kunden aus aller Welt verschieben die rund 1.300 Spezialisten von PI seit 50 Jahren immer wieder die Grenzen des technisch Möglichen und erarbeiten von Grund auf maßgeschneiderte Lösungen. Mehr als 350 erteilte und angemeldete Patente unterstreichen den Führungsanspruch des Unternehmens mit sechs Fertigungsstandorten sowie 15 Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Europa, Nordamerika und Asien.

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