|
Die Beachtung der folgenden Hinweise und Richtlinien beim Einsatz von Piezoaktoren ermöglicht die maximale Leistungsfähigkeit und Lebensdauer:
I. Piezokeramik ist empfindlich gegenüber Drehmomenten, Zug- und Scherkräften. Bei Piezo-Nanopositioniersystemen von PI werden diese Kräfte durch konstruktive Maßnahmen weitestgehend kompensiert.
II. Alle Piezoaktoren und Positioniersysteme sind vor Schockbelastungen zu schützen. Schlagartiger Kurzschluss der elektrisch geladenen Piezokeramik führt zur Schockentladung und damit zur Zerstörung. Auch im dynamischen Betrieb kann es zu erheblichen Druck- und Zugbelastungen kommen. Sowohl durch Druck als auch durch Erwärmung kann sich die Keramik elektrisch aufladen, falls sie nicht kurzgeschlossen ist.
Hochvoltaktoren sind deshalb, wenn nicht an einem Verstärker angeschlossen, immer kurzgeschlossen zu halten.
III. Piezo-Stapeltranslatoren dürfen nur axial belastet werden. Drehmomente und Scherkräfte müssen durch Kugelkopfstücke, flexible Endstücke etc. abgefangen werden. Zugkräfte müssen durch interne oder externe Vorspannung kompensiert werden. Das maximal zulässige Drehmoment am Kopfstück darf bei der Montage nicht überschritten werden. Die Schlüsselflächen am Kopfstück dienen zum Kontern.
IV. Wenn Piezoaktoren zwischen zwei festen Flächen (Platten) installiert sind, werden Kugelendstücke empfohlen, um Biege- und Scherkräfte zu verhindern.
|